Das Thema Kabel ist nicht unumstritten. Dabei kann man es ganz pragmatisch angehen: Gute Kabel ausprobieren und fertig.
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Mit einem Erfahrungsschatz aus 5 Jahrzehnten Symphonic Line hat Rolf Gemein längst seine Klang-Signatur gefunden
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Test: Komplettanlage mit Plattenspieler · Lenco LS-700BK
Wer es unkompliziert mag, will keine Einzelgeräte anhäufen, sondern eine klassische HiFi-Anlage kaufen. Gut, dass es so etwas auch heute noch gibt. Unter anderem von Lenco, einem Hersteller mit Tradition.
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Bedienung
Auf der Vorderseite wählt man per Knopfdruck den Eingang aus und macht lauter und leiser. Das Display ist nur dazu da, beim Betrieb des Plattenspielers die Tellerdrehzahl anzuzeigen.





Plattenspieler
Der Verstärker
Der Verstärker liefert laut Hersteller eine Dauerleistung von 100 Watt pro Kanal. Das ist sehr viel, viel mehr, als man benötigt. Auf der Rückseite hat der Verstärker hochwertige Lautsprecheranschlüsse. Hier könnte man auch Kabel aus dem Fachhandel anstöpseln, jedoch ist das Gegenstück an den Lautsprechern nicht so groß dimensioniert. Die Anschlüsse an den Boxen sind nur für sehr dünne Kabel geeignet. Zwei Kabel mit einer Länge von 150 cm liegen bei. Das ist unter Umständen etwas kurz, aber ein passendes Kabel in der Wunschlänge findet man in jedem Baumarkt. Wer Bluetooth nutzen möchte, kann das tun. Der Standard 5.2 verspricht sehr guten Klang. Ein Smartphone genügt also als Zuspieler, im Idealfall hat man ein Abo eines Musikstreamingdienstes. Ein besonderes Lob erhält der Line-Ausgang des Verstärkers. Hier liegt das Musiksignal an. Man kann also, sofern man das möchte, die beiliegenden passiven durch aktive Lautsprecher ersetzen. Ich denke da an Boxen von Argon Audio etwa. Das dürfte den Klang deutlich aufwerten.
Die Boxen
Die Lautsprecher machen eigentlich zunächst einen guten Eindruck. Sie sind sauber verarbeitet und die Treiber, also die Membranen, sehen solide aus. Bei unserer Messung fiel jedoch auf, dass die Boxen den Klang verzerren. Die Musik ist nicht so sauber, wie man das von guten HiFi-Lautsprechern kennt. Dass die Boxen so gut wie keinen Tiefgang, also Bass, bieten, das ist der Größe von Treibern und Gehäuse geschuldet. In Kombination aber ist das eine heikle Mischung. Bevor wir zum Hörtest kommen, noch ein wichtiger Hinweis: Der Plattenspieler sollte unbedingt auf eine entkoppelnde Basis gestellt werden. Das kann schon ein einfaches Brett helfen, unter das man Absorberfüße aus dem Zubehörbereich stellt. Ohne eine solche Basis kann die Nadel schonmal in der Rille hüpfen, wenn man etwa schwingende Fußböden hat und durch das Zimmer läuft. Anfangs hatte ich die Lenco-Anlage auf meinem Schreibtisch im Büro. Der ist sehr groß, aber das Tippen auf der Tastatur hat den Plattenspieler regelmäßig aus dem Tritt gebracht.
Der Klang
Es ist kompliziert. Zunächst einmal: Hört man mit den beiliegenden Lautsprechern, kommt nicht allzu viel Freude auf. Die Boxen sind schlicht limitiert: Sie haben so gut wie keine Räumlichkeit, wenig Bass und klingen gerade bei gehobenen Pegeln unsauber. Das kann man, wenn man nicht laut hört und nichts Anderes kennt, eine Zeit lang sicher gut finden, aber für ernstes Musikhören MUSS ein anderer Lautsprecher her. Wir wechselten auf ein Paar Mordaunt Short Avant 902i, die man günstig gebraucht kaufen kann, es kommt aber natürlich so ziemlich jeder Lautsprecher infrage, und schon ging die Sonne auf: Der Klang hatte eine Bühne, die Höhen waren präsenter und viel sauberer, der Bass knackiger und tiefer, alles war ausgewogener. Das war mindestens drei Klassen besser. Am Verstärker liegt es also nicht, denn so war nun Musikhören auf ordentlichem Niveau möglich. Eine Nutzung mit anderen Lautsprechern und anderer Elektronik ist aber auch eingeplant, denn das Gerät hat sowohl Line-Ausgänge (für aktive Lautsprecher oder Endstufen oder einfach bessere Verstärker) sowie einen Phono-Ausgang (um nur den Plattenspieler zu nutzen, dann ist ein Phonovorverstärker notwendig). Die erste Idee scheint mir am naheliegendsten: Wir haben gute Erfahrungen mit dem Aktivlautsprecher Teufel Ultima 25* aktiv gemacht (um 400 Euro, siehe hifitest auf YouTube). Wichtig ist, dass der Lautsprecher dann eine eigene Lautstärkeregelung hat, denn die Lautstärkeregelung des Lenco-Verstärkers wird bei der Nutzung der Ausgänge umgangen. Und Idee 2? Den Lenco LS-700 nur als Plattenspieler zu nutzen, wäre wirtschaftlich wenig sinnvoll. Auch wenn der, und das muss man eben auch sagen, echt gut ist!
Fazit
Kategorie: Stereoanlage und Komplettanlage
Produkt: Lenco LS-700BK
Preis: um 700 Euro

Einstiegsklasse
Lenco LS-700BK
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Man nehme einen Breitbänder, ein Gehäuse und lasse im Grunde alles weitere weg. Heraus kommt wahrscheinlich ein Lautsprecher, der nicht besonders gut klingt. Es sei denn, man weiß, was man tut.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigen| Klang | 50% | |
| Praxis | 50% |
| Kategorie | HiFi-Anlage |
| Preis in Euro | 700 Euro |
| Vertrieb | Lenco, Mönchengladbach |
| Internet | lenco.de |
| Ausstattung | |
| Ausstattung | Plattenspieler, Bluetooth, Line-In |
| Ausführungen | Schwarz |
| Abmessungen (B x H x T in mm): | Plattenspieler 155 x 430 x 355, Lautsprecher 320 x 190 x 275 |
| Gesamtgewicht | 20,5 kg |
| + | gute Ausstattung |
| + | sehr ordentlicher Plattenspieler |
| + | guter Verstärker |
| - | schlechte Lautsprecher |
| - | schlechte Bedienungsanleitung |
| - | Plattenspieler reagiert empfindlich auf Erschütterungen |
| - | sehr ungenaue Auflagekrafteinstellung |
| Klasse: | Einstiegsklasse |
| Preis/Leistung: | befriedigend |




